An der Nase herumgeführt

Was dir deine Nase verrät

Kennst du das auch?

happy young woman smells perfume from her hand

Du riechst etwas und prompt versetzt dich dieser Duft zurück in die Vergangenheit. Du siehst vor deinem geistigen Auge, ein bestimmtes Erlebnis, ein Ereignis, Personen, die anwesend waren und du verspürst genau dieselben Emotionen wie damals. Woran liegt das? Warum lassen uns Gerüche in wenigen Sekunden eine Zeitreise in die Vergangenheit machen? Warum wecken bestimmte Düfte bestimmte Assoziationen? Warum denkt nicht jeder bei dem Duft einer Zitrone an einen leckeren, saftigen Zitronenkuchen? Warum denken manche sofort an einen Toilettenreiniger und lehnen diesen Duft eher ab?

Was du mit einem Duft verbindest, ist kein Zufall. Deine Nase durfte in der Vergangenheit diesen Duft in einer bestimmten Situation kennenlernen und dein Gehirn hat diese beiden gekoppelt. Duft und Ereignis sind miteinander verknüpft.  Lediglich zwei Nervenzellen von der Nase zum Gehirn sorgen dafür, dass die Duftinformation in Sekundenschnelle dort angelangt und weil Geruch und Erinnerung sich eine Gehirnregion teilen müssen, sind sie genau deshalb untrennbar miteinander verknüpft.

So wie die Erlebnisse ganz individuell sind, so auch die Reaktionen. Ein eher negativ gekoppeltes Ereignis ruft negative Emotionen hervor, während eine positives uns in ein Glücksgefühl versetzt. Deine Nase verrät dir vergangene Erlebnisse.

Mit Düften gute Stimmung schaffen

Dieses Wissen ist Macht! Ja, du hast buchstäblich Macht über deine Emotionen.

Was ist, wenn du einen Duft,  den du magst (über 80% der Bevölkerung mögen Zitrusdüfte) gezielt einsetzt, wenn du traurig bist, wenn du erschöpft bist, wenn du Kummer hast? Du hilfst deinem Gedächtnis auf die Sprünge und rufst eine positive Erinnerung ab. Du steigerst dein Wohlbefinden, du schaffst eine andere Stimmung – und das nur durch das Wahrnehmen eines Duftes. Ist das nicht simpel?

Emotionen haben auch körperliche Auswirkungen. Es ist nichts Neues, dass Stress jeglicher Art unseren Organismus ebenfalls in Stress versetzt. Unser Herz schlägt schneller,   wir atmen schneller, wir schwitzen, wir frieren, wir bekommen Schmerzen, Stresshormone überfluten unseren Körper. Mit dem richtigen Duft kannst du dir selbst helfen. So ist zum Beispiel in Studien bewiesen worden, dass Orangenduft oder der Geruch von Lavendel sehr entspannend und ausgleichend wirken können. Orange wirkt  stimmungsaufhellend und weckt bei den meisten Menschen das Gefühl der Geborgenheit.

Ganz praktisch heißt das, dass du dir deinen Lieblingsduft schnappst und daran immer wieder riechst. Aus Pflanzen gewonnene Essenzen (ätherische Öle) sind Konzentrate, die auf einen Duftstein oder in einen sogenannten Vernebler getropft, einen ganzen Raum bedurften können. Umgib dich für 10 – 20 min mit dem Duft deiner Wahl.

Manipulation?

Wenn Düfte uns derart beeinflussen können, wäre es dann nicht ganz einfach uns zu manipulieren? Nun, das ist tatsächlich möglich und ist deshalb auch eine gängige Praxis, um zum Beispiel in Einkaufszentren die Kunden zum Kauf zu bewegen. In angenehmer Atmosphäre kauft der Kunde mehr. Die Gerüche wirken auch dann, wenn sie nicht bewusst wahrgenommen werden. Wir werden im wahrsten Sinne des Wortes an der Nase herumgeführt. In seinem Buch „Dufte Schule“ beschreibt Axel Meyer diese durchaus gängige Praxis und öffnet dem Leser die Augen. Während wir uns Ohren zuhalten können, um nichts zu hören, Augen, um nichts zu sehen, kann der Geruchsinn niemals abgestellt oder abgeschirmt werden. Wir sind quasi permanent  auf Empfang.

Programmiere dein Gehirn neu

Lernen ist ein lebenslanger Prozess. Alles, was in unserem Erinnerungszentrum abgespeichert ist, haben wir zuvor gelernt. Eine sehr intensive Zeit des Lernens ist in der Regel die Kindheit. Auch hier können wir uns der Düfte bedienen, um unserem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Was ist, wenn wir den Spieß umdrehen und unserem Gehirn mitteilen, womit es eine Duftinformation koppeln darf.

So geht es: Beim Erlernen von neuen Informationen, wie z.B. neuen Vokabeln, kannst du gezielt einen Duft deiner Wahl einsetzen. Um es zu verdeutlichen, wähle ich den Zitronenduft und stelle einen Duftstein neben mir auf, während ich die Englisch – Vokabeln lerne. Zum Üben für die Mathematikarbeit setze ich den Duft der Pfefferminze ein. Zum Lernen für die Abschlussprüfung könnte Lavendel in Frage kommen. Jedem Ereignis wird ein ausgewählter Duft zugeordnet.

Alles, was du nach dem Lernen tun musst, um die Lerninhalte besser abrufen zu können, ist, deine Nase dem passenden Duft auszusetzen. Wie bereits erwähnt liegen Erinnerungszentrum und Geruchszentrum ganz nah beieinander. Rufe einfach das erlernte Programm mit dem richtigen Duft ab. Lernen ist und bleibt Voraussetzung!

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, hinterlasse mir ein Feedback. Kannst du etwas ergänzen, freue ich mich von dir zu hören.

Deine Natalja


 

Dufte Schule: http://amzn.to/2vSHUYS

Einige der Links sind Affiliate Links. Wenn du über diese Links einkauft, bekomme ich eine kleine Provision des Anbieters. Dir entstehen dadurch keinerlei Mehrkosten. Danke für dein Vertrauen!

Bildnachweis: vladimirfloyd© www.fotolia.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s